>>>andreas pagiela<<<
"Eigentlich war mir immer eines klar", sinniert Andreas Pagiela, "meine Texte sind ernst." Warum sie dann immer so lustig werden? Eine gute Frage, stell man sie dem Autor, kann er nur lachen. "Nichts ernstes kann anscheinend ohne das Lustige sein", sagt er schließlich.
Mit 16 schrieb Andreas Pagiela sein erstes Theaterstück und diesem Genre ist er seither treu geblieben, trotz Opernkritiken, Lyrik und rechtswissenschaftlicher Forschung.
Was nun ist aber das Thema von Andreas Pagielas literarischer Arbeit? "Was ist Sound, was Dichtung, was Wahrheit /was ist großer Beat" hat er einmal geschrieben. Das kann man ruhig wörtlich nehmen: Die Suche nach großen ästhetischen, unverwechselbaren Bildern und einer Sprache, die einen unverwechselbaren "Sound" hat. Dies immer vor dem Grundthema der individuellen Sinnfrage jedes Menschen in Konfrontation mit seinem Umfeld. Insofern versuchen die Figuren von Andreas Pagiela immer sich selbst zu finden, wie sehr sie dabei auch im Meer von guten Ratschlägen, Werbesprüchen und Diätparolen versinken. Der Zuschauer begleitet sie dabei: Nicht als distanziert-kühler Beobachter, sondern als guter Freund, der zufällig zu Besuch ist, wenn das Unglück seinen Lauf nimmt.
